Aufruf: Für mehr Pflegepersonal in Essener Krankenhäusern

Liebe Freund*innen und Kolleg*innen, liebe Essener*innen,

wie ihr vielleicht mitbekommen hast, gab es in Essen bereits zwölf Warnstreiktage der Beschäftigten des Uni-Klinikums. Sie setzen sich für mehr Personal ein, um den Pflegenotstand in ihrem Krankenhaus zu stoppen. Wir sind Kollegen, Aktive, einfache Essener*innen, die die Streikenden des Klinikums und alle Betroffenen in Essener Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern unterstützen möchten. Wir wollen gemeinsam für bessere Verhältnisse in Essener Einrichtungen kämpfen. Dafür suchen wir Menschen, die unseren Aufruf unterstützen und sich einbringen wollen. Es ist wichtig, dass wir dem zu gründenden Bündnis Gewicht geben, um so die breite der Unterstützung für die Forderungen der Beschäftigten aufzuzeigen. Wenn Du den Aufruf unterzeichnen möchtest, antworte uns bitte bis zum 27. Juli. Unser Kampf bleibt jedoch nicht auf ein Krankenhaus beschränkt – wir wollen uns in künftig in Essen und darüber hinaus in der Kranken- und Altenpflege stark machen. Macht mit, der erste Schritt ist, den Aufruf zu unterstützen.

Es würde uns freuen, wenn Ihr am 28. Juli, um 18 Uhr in die Villa Rü (Girardetstraße 21) zur Gründung des Essener Bündnisses für mehr Personal im Krankenhaus vorbeikommen würdet. Wir werden die Streikenden aktiv mit Aktionen und Veranstaltungen unterstützen! Wir stellen Öffentlichkeit her. Sie kämpfen auch für uns. Wir kämpfen mit ihnen!

Der Aufruf:

Wir sind Menschen aus Essen und Umgebung, denen eine gute pflegerische Versorgung am Herzen liegt am Herzen liegt.

Als Patient*innen oder Angehörige hoffen wir bei Krankheit und Verletzung auf zeitnahe, bedarfsgerechte, kompetente und freundliche Behandlung und Versorgung.

Dieses für alle sicher zu stellen, erachten wir als eine öffentliche Aufgabe. All das ist in Gefahr. Jeden Tag!

Die Kliniken stehen unter dem Druck, wie ein Unternehmen zu wirtschaften und Profit zu erzielen. So wird Gesundheit zur Ware. Aber ein Krankenhaus ist keine Fabrik! Unsere Versorgung darf sich nicht danach richten, ob unsere Erkrankung lukrativ ist.

Personalmangel herrscht in allen Bereichen von der Küche bis zur Pflege. Überall fehlen Kolleg*innen: eine Pflegekraft für 14 Patient*innen am Tag, eine für manchmal mehr als 40 in der Nacht, immer mehr Quadratmeter die von immer weniger Kolleg*innen zu reinigen sind. Beides führt u.a. dazu, dass die Hygiene auf der Strecke bleibt.

Auch wenn sie täglich ihr Bestes geben, ihre Arbeitsbedingungen sind miserabel. Das geht auch uns etwas an, denn immer mehr Patient*innen erkranken an Krankenhauskeimen, mitunter mit tödlichen Folgen.

Auszubildende bekommen zu wenig Praxisanleitung, weil die Praxisanleiter*innen oft nicht die Zeit bekommen, die sie für eine Praxisanleitung bräuchten. So wird es keine Lösung für den Fachkräftemangel geben.

Die Kolleg*innen verzichten immer wieder auf ihre Pausen, um die Arbeit zu schaffen. Sie kommen früher und gehen später. In der Ausbildung Gelerntes kann nicht angewendet werden. Kaum im Frei, kommt der Anruf: „Jemand ist krank geworden, springst Du ein?“ So werden die Beschäftigten selbst krank in ihrer Sorge und Fürsorge um uns.

Wir wissen um die Aktionen für mehr Personal im Krankenhaus, die in diesen Wochen in Krankenhäusern in Deutschland stattfinden. Es macht uns Mut, dass die Beschäftigten aufstehen.

Wir sind solidarisch mit den Kolleg*innen in ihrem Kampf für Gesundheit: ihrer eigenen und unserer! Nicht ihre Aktionen und Forderungen sind der Skandal. Der Skandal sind die Arbeitsbedingungen in unseren Krankenhäusern!

Die Gewerkschaft ver.di hat den Arbeitgeber der Uniklinik Essen zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Sie fordert gemeinsam mit den Beschäftigten, dass genug Personal für die anstehenden Arbeiten fest einkalkuliert werden muss und zwar nicht nur in der Pflege. Auch in anderen Essener Krankenhäusern gibt es einen massiven Personalmangel.

Wir werden sie aktiv mit Aktionen und Veranstaltungen unterstützen! Wir stellen Öffentlichkeit her. Sie kämpfen auch für uns. Wir kämpfen mit ihnen!

Wir unterstützen diesen Aufruf!

Unterzeichnen:

Für mehr Personal in Essener Krankenhäusern

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27 Boris V. Oberhausen Aug 07, 2018
26 Klaus S. Hannover Aug 05, 2018
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24 Benno J. Essen Aug 04, 2018
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22 Sonja H. Hattingen Aug 01, 2018
21 Dieter Z. Hattingen Aug 01, 2018
20 Christiane K. Essen Aug 01, 2018
19 Alexander A. Xaló Aug 01, 2018
18 Dirk H. Essen Jul 31, 2018
17 Roswitha K. Coesfeld Jul 31, 2018
16 Stefan K. Essen Jul 31, 2018
15 Brigitta M. Hannover Jul 31, 2018
14 Petra B. Essen Jul 30, 2018
13 Herr Fabian B. Essen Jul 30, 2018
12 Frau Melanie W. Essen Jul 30, 2018
11 Herr Olaf S. Essen Jul 29, 2018
10 Frau Ramona M. Essen Jul 29, 2018
9 Herr Susanne . Essen Jul 28, 2018
8 Herr Bruno N. Jul 28, 2018
7 Herr Timo S. Essen Jul 26, 2018
6 Herr Oliver K. Essen Jul 23, 2018
5 Herr Christian G. Essen Jul 20, 2018
4 Herr Max A. Essen Jul 19, 2018
3 Frau Maurike M. Essen Jul 18, 2018
2 Herr Marvin J. Essen Jul 18, 2018
1 Herr Jens F. Duisburg Jul 18, 2018

3 thoughts on “Aufruf: Für mehr Pflegepersonal in Essener Krankenhäusern

  1. Als Betriebsrätin fordere ich sie auf die Arbeitsbelastung der Kollegen/innen zu verringern. Dies ist nur möglich, wenn sie endlich von ihrer Sparwut Abschied nehmen!
    Aber auch als potentielle Patientin! Denn Schwestern und Pfleger, aber auch all die Menschen hinter den Kulissen arbeiten, die wir Patienten nie zu Gesicht bekommen, aber genauso wichtige Arbeit verrichten, nützen nur wenn sie nicht am Ende ihrer Kräfte sind!
    Und noch etwas! Alle Menschen die in der Pflege arbeiten haben auch selber noch Familien . Und sie sollten ebenfalls die psychische und physische Kraft haben diese Familie genießen zu können.

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